Mit dem WebserienBlog dokumentieren wir die deutschsprachige Webserienlandschaft und ausgewählte internationale Webserien [mehr über das Projekt].

Pietshow

Handlung
Filmstudent Piet filmt den Alltag in einer Studenten-WG. Gleichzeitig gibt es eine Truman-Show-artige Metaebene, auf der Piets Leben zum Drehbuch wird.

Anmerkung
Die im Oktober 2008 auf der Plattform "StudiVZ" gestartete "Pietshow" erregte als "bislang aufwendigste deutsche Web-Serie" (sueddeutsche.de) und "interessantes Experiment mit einer riesigen Zielgruppe" (spiegel.de) viel Aufmerksamkeit. Authentizität und Interaktivität wurden versucht zu erreichen, indem die Charaktere als echte Personen mit eigenen Profilen im StudiVZ auftraten. Zudem finden sich pseudo-authentische Elemente in der Ästhetik (Handkamera) und Handlung (Piet ist Filmstudent). Das Konzept "Piet dreht mit der Handy-Cam" aus Staffel eins wird in der zweiten Staffel geändert. Hier werden Piet und seine Freunde von Kameras gefilmt, die angeblich in der Wohnung installiert sind. Zudem ist das Soziale Netzwerk StudiVZ deutlich weniger in den Serienkosmos integriert. Die Metaebene, die schon in der allerersten Folge mit den gefundenen Drehbuchseiten eingeführt wurde, löst sich am Ende der zweiten Staffel auf: Piet befand sich in einer Art Truman-Show; die drei Freunde und WG-Mitglieder um ihn herum waren Schauspieler.

Angaben
Staffeln: 2
Episoden: 15, 19 (+ Prolog)
Episodenlänge: 4-7 Min.
Erscheinungsrhythmus: zweimal wöchentlich
Zuerst gezeigt auf: studivz.net (dort nicht mehr verfügbar)
Regie: Manuel Meimberg
Produktion: Grundy UFA TV Produktions GmbH
Jahr: 2008-2009
Genre: Comedy, Soap

Abrufbar unter:

http://www.youtube.com/user/DiePietshow (Staffel 1)

(Zugriff: 11.06.2012)

Früher abrufbar unter:
3min.de

Sonstige Quellen:
Kuhn, Markus (2010): "Medienreflexives filmisches Erzählen im Internet: Die Webserie 'Pietshow'." In: Rabbiteye 1.1, S. 19–40. Online-Ressource: http://www.rabbiteye.de/2010/1/kuhn_erzaehlen_im_internet.pdf.

Kuhn, Markus (2013): "Das narrative Potenzial der Handkamera. Zur Funktionalisierung von Handkameraeffekten in Spielfilmen und fiktionalen Filmclips im Internet." In: DIEGESIS 2.1, S. 92-114. Online-Ressource
[https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/download/127/149].

(Zugriff jeweils: 12.12.2013)

(Jan Henne/Markus Kuhn/Stella Schaller)