Wishlist
von Jurij Abegg und Markus Kuhn // Das Mobiltelefon ist in der mediatisierten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu einer Art sekundärem Intellekt des Individuums avanciert. Kognitive und kommunikative Prozesse werden zunehmend von Software-Applikationen des Smartphones übernommen (vgl. Eble 2014, 117 ff.), die viele Besitzer mittlerweile als unersetzbar empfinden. Diese Evolution digitaler Kompetenz wird in der für das digitale Jugendangebot funk produzierten Webserie Wishlist aufgegriffen und weitergetrieben. Denn dort erfüllt die titelgebende App „Wishlist“ auch außergewöhnliche Träume und Wünsche ihrer jeweiligen Benutzer. Doch gilt es für deren Erfüllung – im Sinne eines marktökonomischen Prinzips –, zunächst eine von der Wishlist-App berechnete Aufgabe erfolgreich zu absolvieren. Abbildung: Screenshot aus Wishlist . In der Monotonie des Alltags ‚verfangen‘, macht die junge Einzelgängerin Mira die ‚Probe aufs Exempel‘: Sie wünscht sich – nur so aus Spaß – einen ro...